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Kartenlegen

Es gibt viele Arten und Formen des Kartenlegens, die auch Kartomantie genannt wird. Schon immer wollten die Menschen die Zukunft im voraus wissen. Die Tarotkarten sollen dabei der Ursprung gewesen sein. Doch das ist zweitrangig. In erster Linie geht es darum, was das Kartenlegen eigentlich ist und ob es funktioniert.

Funktioniert das Kartenlegen?

Kartenlegen nach Madame Lenormand bei uns auch kostenlosDas kann man trotz aller Unkenrufe mit einem klaren "Ja" beantworten. Selbst der kritischste Beobachter wird bei einem guten Kartenleger in Erstaunen versetzt. Wie in jedem Beruf liegt hier der Schwerpunkt auf dem Können. Denn Kartenlegen ist eine Kunst.

Beim Kartenleger selbst spielt die Konzentration eine wesentliche Rolle, wenn nicht die Hauptrolle. Jeder Kartenleger hat hier sein eigenes System, bei dem er auch bleiben wird. Je mehr er sich mit diesem System identifiziert und es anwendet, desto höher wird die Trefferquote.

Es ist nicht erklĂ€rbar wie das Kartenlegen funktioniert. Die Karten spiegeln scheinbar das DenkgerĂŒst des Fragenden wider. Spezielle Hilfsmittel dienen nur der Konzentrationshebung des Fragenden und des Kartenlegers und haben selbst keinerlei Einfluss auf das Ergebnis. Das hĂ€ufig angewandte "STOP"-Sagen, die Beine nicht kreuzen und Ähnliches, ist mehr ein Ritual und ist vom Berater abhĂ€ngig. Normalerweise hat es keinen Einfluss auf das Kartenlegen.

Selbst wenn Sie einen Kartenleger persönlich aufsuchen, kann es sein, dass nicht Sie die Karten mischen, sondern der Kartenleger selbst. Dies hat folgenden Grund. Mischen Sie die Karten, so liegen hĂ€ufig Ihre persönlichen WĂŒnsche im Kartenbild und nicht die tatsĂ€chliche Situation. Der Kartenleger ist neutral oder sollte es zumindest sein und konzentriert sich intensiv auf Sie als sein GegenĂŒber und mischt dann selbst die Karten. Das wichtige Thema liegt im Kartenbild, doch muss das nicht immer die Frage des Ratsuchenden selbst sein, sondern eventuell auch dessen UmstĂ€nde. Jeder Kartenleger hat sein eigenes System, das ihm die besten Ergebnisse liefert.

Mit welchen Karten soll man legen?

Es spielt keine Rolle, welche Karten Sie verwenden. Wie ĂŒberall zĂ€hlt immer nur das Ergebnis. Dem einen liegen die einen Karten besser, dem anderen die anderen. Es gibt spezielle Karten fĂŒr spezielle Themen. Damit können Fragen spezifiziert und so prĂ€ziser gedeutet oder eingegrenzt werden.

Viele beginnen mit den Lenormand-Karten, was sich aber als nicht so einfach herausstellt. Meist werden alle Karten ausgelegt, was die Deutung eingrenzt und fĂŒr mehrere Fragen neu ausgelegt werden muss. Doch auch das liegt an der Erfahrung des Kartenlegers und seiner Deutungen. FĂŒr AnfĂ€nger bieten sich einfachere Methode an. Diese können Sie bei uns, mit unserem eigens entwickelten Karten, testen. Kartenlegesystem mit 3 Karten

Es gibt auch Kartensysteme, die alle Fragen beantworten. Hierbei hat jede Karte viele Bedeutungen und ist so auch wesentlich schwerer zu deuten und zu kombinieren. Erst im Laufe der Zeit wird man ein solches System erlernen, denn es setzt eine bereits gute Kombinationsgabe voraus. Die Intuition entwickelt sich dann automatisch.

Karten abheben

Falls Sie bei einem Kartenleger die Karten mischen, so werden Sie hĂ€ufig gebeten drei Stapel daraus zu machen und diese verdeckt auf den Tisch zu legen. Die untersten Karten werden als Vorabinfo gedeutet und werden als Schwerpunkt der Beratung gesehen. Danach werden Sie aufgefordet die Karten nach belieben zusammenzufĂŒgen. Das Alles gehört zum Kartenlegesystem selbst. Der eine hat vielleicht noch weitere Rituale oder zĂŒndet eine Kerze an um eine entsprechende Stimmung zu schaffen. Das bleibt jedem selbst ĂŒberlassen. Jeder hat hier seine eigene Technik oder Rituale.

Was sollte man beim Kartenlegen beachten?

Lassen Sie sich nicht schon im voraus aushorchen. Frauen neigen besonders gerne dazu schon im Vorfeld Ihr Herz auszuschĂŒtten und merken gar nicht, dass sie schon so viel wichtige Informationen geliefert haben, dass jeder andere Sie auch beraten könnte. Also keine wichtigen Vorabinfos und nicht ausfragen lassen. Diese werden teilweise ganz geschickt und wie selbstverstĂ€ndlich abgefragt. Gewöhnen Sie sich deshalb an niemanden auszufragen, falls Sie das Kartenlegen erlernen möchten. Als AnfĂ€nger neigt man gerne dazu viele Fragen zu stellen und bemerkt vielleicht gar nicht, dass man es immer noch macht, wenn man schon gut Karten legen kann. Man sollte durch seine Kartenlegekunst ĂŒberzeugen. Fragen ergeben sich eher bei Personen, indem man die Eigenschaften nennt und der Klient dann selbst feststellt, um wen es sich handelt. Karten erkennen keine menschlichen Belange. Ob jemand verheiratet ist oder zusammen lebt ist ein menschliches Unterfangen. Anhand der Karten sieht man nur die Verbindung selbst.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie eine Kartenlegerin vorab nach Ihrem Sternzeichen fragt, nach Ihrem Alter und sogar danach ob Sie eine Beziehung haben oder nicht? Das sind bereits wichtige Infos, die unnötig sind. Lassen Sie sich nicht darauf ein und fangen Sie es gar nicht an, wollen Sie Kartenleger werden. Nur anhand eines Sonnenzeichens, das wir Sternzeichen nennen, einen Menschen einzuschÀtzen ist ziemlich einseitig und liefert keine gute VorabeinschÀtzung. Viele neigen zu hÀufig dazu andere nach ihrem Sonnenzeichen einzuschÀtzen, doch die Sonne ist nur ein Planet von vielen. Denken Sie bitte daran, falls Sie als Kartenleger, ohne die Astrologie zu beherrschen, nur nach Sonnenzeichen Menschen im Vorfeld einschÀtzen wollen.

Haben Sie Ihre Stimme im Griff? Wer in einer traurigen Stimmung ist vermittelt schon seinem GegenĂŒber wichtige Infos. Alles unnötige Informationen. Sie möchten eine Kartenlege-Beratung haben und keine psychologische Interpretation.

Befangenheit beim Kartenlegen

"Ich habe einen Liebhaber, der noch verheiratet ist." Diese Worte haben auf viele befangene Kartenlegerinnen eine Wirkung. Wurde eine Kartenlegerin selbst von Ihrem Mann betrogen, so wirkt eine solche Fragestellung in die Legung mit hinein. Mit Sicherheit wird sie Ihnen raten, die Beziehung zu beenden. Der alte Groll und der Schmerz ĂŒber die eigene EnttĂ€uschung schwingt unterschwellig immer noch nach und die Konzentration ist beeintrĂ€chtigt. Sich davon zu befreien erfordert eine absolute NeutralitĂ€t und ProfessionalitĂ€t.

"Mein Partner ist ein Araber und ich möchte wissen, ob wir eine Zukunft haben." Vermeiden Sie solche Informationen unbedingt. Das Klischeedenken hÀlt auch beim Kartenlegen bei vielen Beratern Einzug. Man denkt und rÀt in Mustern, wozu man keine Kartenlegung braucht. NationalitÀt, Geschlecht oder sexuelle Neigungen sollten einen Berater nicht beeinflussen.

Kann man das Kartenlegen erlernen?

Ja, das kann man wirklich. Voraussetzungen sollten allerdings vorhanden sein und das ist eine angeborene Kombinationsgabe. Wer zu logisch und nĂŒchtern denkt, der wĂŒrde gerne Kombinationen auswendig lernen um in der Praxis festzustellen, dass Alles doch ganz anders ist. Die Bedeutungen der Karten lernt man auswendig um sie nachher in der Kombination intuitiv zu deuten. Genau das ist eine Kunst, die sich im Laufe der Jahre erhöht.

Kartenlegen ist absolut erlernbar und auch die Karten spielen dabei keine Rolle. Sie können sich selbst Karten basteln und eigene Bedeutungen zuordnen. Wie bei Allem im Leben zĂ€hlt immer nur das Ergebnis, denn nur fĂŒr den interessieren sich die Ratsuchenden. Das wird leider viel zu hĂ€ufig vernachlĂ€ssigt. Was spielt es denn schon fĂŒr eine Rolle mit welchen Karten jemand auflegt? Keine, denn der Klient möchte sehen, dass die Vorhersagen eintreffen und die liegen immer am Kartenleger selbst und wie gut er sein System beherrscht.

Kartenlegen und Intuition

Jeder Kartenleger bekommt im Laufe der Zeit die nötige Intuition. Das ist völlig normal und hat nichts mit Hellsehen zu tun. Doch immer wieder wird diese Intuition als Hellsehen dargestellt, nur weil man ab und zu keine Karten benötigt. Es ist wie beim Autofahren. Fahren Sie lange genug, dann spĂŒren Sie, dass der vor Ihnen fahrende Radfahrer gleich ohne den Arm herauszustrecken nach links abbiegen wird. Jemand der nicht Autofarhen kann wird Sie verwundert anschauen und fragen, woher Sie das wissen. Nun liegt es an Ihnen zu sagen: "Ich kann manchmal hellsehen", "Ich habe eben die nötige Intuition" oder "Das macht meine Erfahrung". Auch im esoterischen Bereich mangelt es doch manches Mal am normalen und gesunden Menschenverstand und man will den Menschen alles andrehen und alles glauben machen.

Voraussetzungen zum Kartenlegen

Der Umgang mit Menschen sollte im Vordergrund stehen. Ein Helfersyndrom ist eher nachteilig, was Sie aber selbst herausfinden werden. Ohne eine gute Interpretationsgabe werden keine Erfolge erzielt. Wer zu logisch denkt wird das Kartenlegen nicht lernen. Es gibt keine festgelegte Struktur, sondern nur Richtlinien. Dasselbe Kartenbild wird jeder Berater anders deuten.

StĂ€ndig irgendein Buch aufzuschlagen und die Kartenbedeutungen zu lesen hat nichts mit Kartenlegen zu tun. Kommen Sie nicht davon los, werden Sie nie das Kartenlegen erlernen. Ohne Fleiß geht auch das Kartenlegen nicht.

Was bedeutet ein Zertifikat?

Nur, dass Sie eine Ausbildung in Kartenlegen bei einem Kartenleger absolviert haben. Das ist aber kein echter Beruf, der anerkannt ist. Jeder kann sich ein Zertifikat ausdrucken, denn es ist kein legales Dokument, wie eine echte Berufsausbildung. Egal ob man sich einem Verband angeschlossen hat oder bei einem namhaften Kartenleger einen Kurs absolvierte. Auch das ist kein Garant fĂŒr QualitĂ€t und SeriösitĂ€t. Das Ergebnis zĂ€hlt. Wie man zum Kartenlegen kam spielt letztendlich keine Rolle. Es ist wie bei allen Dingen im Leben. Nach jeder Ausbildung beginnt die eigentliche Praxis und die bedeutet Erfahrungen sammeln.

Alle esoterischen Dingen haben nichts mit Wissenschaft und wissenschaftlichen Nachweisen zu tun. Oder glauben Sie, ein Computerkurs macht einen gleich zu einem Computerprofi? Da liegen Welten dazwischen. Doch propagieren die Halbwissenden oft mit ihren Computer-Kenntnissen. Lediglich Laien und Unwissende kann man hierbei tĂ€uschen. Wer noch weniger weiß als man selbst, den kann man immer mit seinem eigenen Halbwissen tĂ€uschen.

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